Einfach anders Kirche sein – Manege Frei am 12. November im maGma

2014_November_Plakat_Manege_FreiEinfach anders Kirche sein

Was das heißt, sei z.B. an Papst Franziskus abzulesen, meinen manche. Sein einfacher Lebensstil, sein unermüdlicher Einsatz für eine „Kirche der Armen“ rüttelt auf und weckt weltweit Aufmerksamkeit – nicht nur bei Christen.

Ist die Kirche der Armen das geheime Vermächtnis des II. Vatikanischen Konzils? Ist Papst Franziskus ein Anhänger des sog. „Katakombenpaktes“ und führt das fort, was 1965 – kurz vor dem Ende des Konzils – in den Domitilla-Katakomben begann, als 40 Bischöfe eine radikale Selbstverpflichtung auf eine einfache Lebensführung in Solidarität mit den Armen unterschrieben?

Anschaulich, fesselnd und mit spürbarer Leidenschaft greift Pfarrer Norbert Arntz vom Institut für Theologie und Politik in Münster diese Fragen auf. Sie bewegen ihn seit seiner Priesterweihe und seiner „weltkirchlichen Lehrzeit“ beim Volk der Quechua im Andenhochland Perus. Für sein leidenschaftliches Engagement für eine „Kirche der Armen“ wurde er kürzlich mit dem Walter-Dirks-Preis 2014 ausgezeichnet.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe MANEGE FREI – KIRCHE AUF DEM DRAHTSEIL spricht Pfr. Norbert Arntz (1943 in Kleve geboren) am Mittwoch, den 12. November 2014, um 19.30 Uhr im Begegnungszentrum maGma an der Vincenzstraße in Wattenscheid-Höntrop zum Thema „Einfach anders Kirche sein: Der Katakombenpakt – eine gefährliche Erinnerung?“

Ausgehend von den Anstößen des Konzils wird die aktuelle Bedeutung des Katakombenpaktes herausgearbeitet und gefragt: Wo sind die Armen in unseren Kirchen? In seinem Apostolischen Schreiben über die „Freude des Evangeliums“ hat Papst Franziskus diese Spur aufgenommen. Er lädt ein, einfach anders Kirche zu sein, indem wir Jesus nachfolgen, der gekommen ist, „um den Armen eine Frohe Botschaft zu bringen“ (Lk 4,18). Nur zusammen mit den Armen und Benachteiligten, zusammen mit den Menschen, „welche die Gesellschaft aussondert und wegwirft“, können wir die Freude am Evangelium neu entdecken. Wenn das keine Provokation ist!