Manege frei – Kirche auf dem Drahtseil zum Thema: „Mein Wille geschehe!“ – Selbstbestimmtes Sterben?

Schwerstkranken Menschen sollte auf Wunsch ein tödliches Mittel zur Erlösung von ihren Leiden durch einen Arzt bereitgestellt werden. So oder ähnlich denken zwischen 60 und 80 % der Bevölkerung (vgl. Die Zeit v. 26.5.2011, S.40 ). Die Bundesärztekammer hat dies auf ihrem diesjährigen Ärztetag ausdrücklich verboten. „Der Mensch hat ein Recht, sich umzubringen … Aber er hat kein Recht auf ärztliche Hilfe beim Freitod.“ (F.U. Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer) Dabei hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren die Selbstbestimmung kranker Menschen am Lebensende ausdrücklich gestärkt. Im deutschen Strafgesetz ist die Beihilfe zur Selbsttötung schon lange nicht mehr strafbar und bei unseren Nachbarn in den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz unter strengen Voraussetzungen ausdrücklich erlaubt.

Gesellschaftliche Wahrnehmungen und Meinungen dazu verändern sich schleichend. Spielen religiöse Bindungen dabei eine Rolle? Gibt es ethische Maßstäbe, die für alle verbindlich sind?

Solchen Fragen will die Veranstaltung Manege frei – Kirche auf dem Drahtseil zum Thema: „Mein Wille geschehe!“ – Selbstbestimmtes Sterben? am Mittwoch, den 9. Nov. 2011 Raum geben. Zwei kompetente Gesprächspartner beziehen Stellung: aus medizinischer Sicht Dr. med. Jan Schildmann, Institut für medizinische Ethik und Geschichte der Medizin an der Ruhr-Universität Bochum, und aus religiöser Sicht Dr. theol. Karl-Georg Reploh, Kath. Akademie „Die Wolfsburg“, ehemaliger Krankenhausseelsorger.

Das Abendforum beginnt um 19.30 Uhr im Begegnungszentrum maGma an der Vincenzstraße in Wattenscheid-Höntrop. Der Eintritt ist frei. (s. auch: www.kirche-auf-dem-drahtseil.de)